THW Kiel vs. Flensburg-Handewitt

Aus den Kieler Nachrichten vom 07.11.2011

Foto Paesler :  Der Kieler Tjark Müller steigt gegen den Flensburger Tobias Großmann- Wickert (Nummer 14) hoch.

Spannung bis zur allerletzten Sekunde beim Nord-Gipfel
„Jung-Zebras“ unterlagen Flensburg-Handewitt in hochklassiger Partie mit 26:27
Kiel. Beim Nordgipfel in der Handball-Bundesliga Ost der männlichen A-Jugend zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt sahen die zahlreichen Fans von der gut gefüllten Tribüne der Wriedt-Halle eine Begegnung auf sehr hohem Niveau. Die spannende Partie endete für das „Junior-Team“ des THW mit einer unglücklichen 26:27-Niederlage. Gegen den Titel-Mitfavoriten konnte der THW das Spiel in der ersten Halbzeit (13:14) durchaus ausgeglichen gestalten. Im zweiten Durchgang schienen die Flensburger bei der 18:15- Führung (38.) und dem 23:20 (46.) auf die Siegerstraße eingebogen zu sein. Doch der THW kämpfte und konnte immer wieder egalisieren, ging sogar mit 25:24 (57.) und 26:25 (58.) in Führung. Aber auch die Flensburger fighteten, glichen wieder aus und führten in der Schlussminute mit 27:26.
Der THW hatte zwar noch einma Ballbesitz, vergab die Chance zum möglichen Ausgleich aber mit einem Fehlpass. „Ein Spiel auf hohem Niveau. Schade, dass meine Mannschaft nicht für ihren Einsatz belohnt wurde“, sagte THW-Coach Raul Alonso, der von der Leistung seines Teams angetan war. Er lobte besonders die Abwehrarbeit. „Das Training der letzten Wochen hat sich ausgezahlt. Der Unterschied zu bisher dominierenden Flensburgern ist nur noch minimal“, blickt er positiv auf den weiteren Saisonverlauf.
THW: Titze, Müller – Schawaller, Christ (2), Dahmke (1), Ottsen (1), Pries, Müller (10/1), Büchler (3), Weller (2), Koslowski (1), Ranke (3), Boldt (3).
Quelle: KN vom 07.11.2011 - gb

 

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Fotos: R.Rußmann

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07.11.2011 - A Jugend - Homepage SG Flensburg/H.

Nächster Big Point - SG-AI-Youngster behalten auch beim THW die Oberhand
Die Zollinger-Jungs untermauerten ihre gute Form und siegten im Prestige-Duell bei starken Zebras glücklich, aber nicht unverdient 27:26 (14:13).
Die Serie der TOP-Spiele für die SG-Youngster reist nicht ab. Nach den beiden Titelfavoriten SG Spandau/Füchse Berlin und SC Magdeburg wartete nun das Derby in Schleswig-Holstein schlechthin beim THW Kiel auf den SG-Nachwuchs. Dies dachten sich wohl auch viele Handball-Interessierte der Region - 450 Zuschauer sorgten für eine begeisternde Stimmung im Duell der beiden schleswig-holsteininschen Leistungszentren. Sie sollten ihr Kommen nicht bereuen. Beide Mannschaften sorgten für ein hochklassiges Jugendhandball-Spiel mit allen Facetten, die diesen Sport so faszinierend machen.
Das SG-Team trat in Kiel nach wie vor ohne Kreisspieler Norman Louwers an, dessen Genesung allerdings Fortschritte macht. Die 93er-Leistungsträger Mike Williams und Tobias Wickert-Grossmann kehrten wieder in den Kader zurück und sorgten für viel zusätzliche Qualität.
Das Spiel hielt von Anfang an, was es versprach. Beide Teams agierten im roten Drehzahlbereich und lieferten sich ein hochintensives Spiel. Bis zur 15. Minute hatte der Gastgeber leichte Vorteile und lag stets knapp in Führung. Auf Flensburger Seite ließ zu Beginn die Chancenauswertung zu Wünschen übrig. Es wurden einige freie Würfe, u.a. ein 7-Meter und ein Gegenstoß liegen gelassen. Der Kieler Angriff spielte sehr variabel und hatte mit Tjark Müller einen Akteur in seinen Reihen, der dem Spiel seinen Stempel aufdrückte. Nun begann die Zeit der taktischen Spielchen auf den Trainer-Bänken. Es wurde munter rotiert, mit Vorteilen für die Flensburger Seite. Insbesondere Mike Williams sorgte nach seiner Einwechselung sofort für Impulse und war mit hohem Tempo und wichtigen Toren aus dem Rückraum maßgeblich daran beteiligt, dass die Zollinger-Youngster einen 4:0-Lauf hinlegten und einen 5:7-Rückstand in eine 9:7-Führung verwandelten. Bis zum Pausentee war das Momentum nun auf Flensburger Seite, so dass die knappe Führung beim 14:13 Halbzeitstand Bestand hatte.
In der 2. Halbzeit hatten die Flensburger Jungs stets eine Führung von 2-3 Toren inne. Über Zwischenstände von 18:15, 21:19 und 23:20 zeigten die SG-Youngster die etwas reifere Spielanlage, der THW kämpfte allerdings verbissen und blieb stets im Spiel. Die Kontrahenten nutzten weiterhin ihren breiten Kader, spielten variable Abwehrsysteme und stellten sich auf diese Art und Weise stets vor neue Aufgaben. Der THW fand in der emotionalen Schlussphase noch einmal in das Spiel zurück und nutzte eine Überzahl-Situation kaltschnäuzig zum 23:23 Ausgleich. Von nun an war es ein Abnutzungskampf, in dem Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden sollten. Als Kiel nach einer Flensburger Zeitstrafe erstmalig in Halbzeit Zwei mit 26:25 in der 58. Minute in Führung ging, glich die Halle einem Tollhaus. Das Momentum war auf Seiten der Gastgeber gewechselt. Die SG-Youngster - durch unzählige enge Spiele auf weiterführenden Meisterschaften in den letzten Jahren geprägt - zeigten in dieser schwierigen Situation jedoch ihre Charakterstärke. Man entschied sich, den Druck auf die Kieler Außenspieler auszuüben - Torhüter Christopher Rudeck hielt zwei entscheidende Bälle, vorne machte es SG-Rechtsaußen Peter Kaulbach besser und vollstreckte bei angezeigtem passiven Spiel einen enorm wichtigen Wurf kaltschnäuzig zum 26:26. Als dann Mike Williams mit hohem Tempo in der 2. Welle nur 7-Meter-reif gestoppt werden konnte, war es Pelle Schilling, der diesen spielentscheidenden Wurf sicher verwandelte und das Spiel beim 27:26 für Flensburg drehte. Die letzten 30 Sekunden stemmte sich die SG-Abwehr erfolgreich gegen die Kieler Angriffsbemühungen, ehe der Schlusspfiff die nächste Flensburger Jubel-Traube brachte.
SG-Coach Sascha Zollinger freute sich nach dem Derby-Sieg ausgelassen über die erneute Energie-Leistung seiner Mannschaft: "Die Jungs waren wieder einmal da, als es gezählt hat! Das war ein eminent wichtiger Sieg im Kampf um den für die Bundesliga-Qualifikation so wichtigen 4. Tabellenplatz bei einem starken Kontrahenten. Der Kieler 93er Jahrgang spielt einen technisch sehr anspruchsvollen Kleingruppen-Handball, der uns alles abverlangt hat. Wir konnten den 10-fachen Torschützen Tjark Müller nicht stoppen, allerdings ist es uns gelungen, die beiden weiteren Leistungsträger Rune Dahmke und Jonas Ottsen in ihrem Wirkungskreis deutlich einzuschränken, so dass unser Matchplan aufging und Kiel unter 30 erzielten Treffern blieb. Das war ausschlaggebend für einen glücklichen, aber nicht unverdienten Derby-Sieg, den sich die Mannschaft mit großem Teamgeist und Willensstärke in den Schlusssekunden erarbeitet hat. Die Jungs haben sich nun für die kommenden Spiele eine tolle Ausgangssituation erkämpft."

THW Kiel: M. Müller, Titze - T. Müller (10/1), Boldt (3), Ranke (3), Buechler (3), Christ (2), Weller (2), Dahmke (1), Ottsen (1), Koslowski (1), Schawaller, Pries
SG Flensburg-Handewitt: Himmelsbach, Rudeck - Witte (6), Williams (4), Kaulbach (4), Voigt (4), Schilling (4/2), Blohme (2), Wickert-Grossmann (2), Kohnagel (1), Simons, Noack, Walder, Dethlefsen
Schiedsrichter: Mücke / Titze
Zuschauer: 450
Quelle:
Homepage SG Flensburg/H. vom 07.11.2011

 

Flensburger Tageblatt vom 07.11.2011

SG siegt beim THW Kiel im Bundesliga-Derby
Die A-Jugend der SG Flensburg-Handewitt hat in der Handball-Bundesliga Ost das Landesderby beim THW Kiel mit 27:26 (14:13) gewonnen und den zweiten Tabellenplatz verteidigt. Während der gesamten 60 Minuten war es ein Duell auf Augenhöhe.
In der Anfangsphase führte der THW meist mit einem Tor. Nach dem 7:5 (15.) für die Zebras brachte SG-Trainer Sascha Zollinger frische Kräfte von der Bank, darunter Michael Williams. Vier Tore in Folge brachten die Flensburger mit 9:7 in Führung. Zur Pause lag der SG-Nachwuchs noch mit einem Tor vorn und schien dann beim 19:16 (40.) auf die Siegerstraße einzubiegen. Nach dem 24:21 zehn Minuten später hatten die Gäste mit zwei Zeitstrafen, dem Kieler Torjäger Tjark Müller (Zollinger: „Auf ihn hatten wir keinen Zugriff“) sowie den 400 begeisterten Kieler Zuschauern zu kämpfen. Der THW drehte den Rückstand zur 25:24-Führung. SG-Torhüter Christopher Rudeck verhinderte mit einer 7-Meter-Parade einen höheren Rückstand. Die beiden besten Flensburger, Peter Kaulbach (mit 100 Prozent Wurfausbeute) und Michael Williams, behielten dann die Ruhe. Kaulbach glich wieder aus und Williams holte 30 Sekunden vor Schluss einen 7-Meter heraus. Pelle Schilling verwandelte mit einem Heber über THW-Torhüter Manuel Müller nervenstark zum Siegtreffer. Zollinger lobte ein geschlossen auftretendes Team. „Ein Erfolg im Prestigeduell gegen den THW Kiel ist wie in der Bundesliga der Männer immer schön und enorm wichtig. Auf dem Weg zum wichtigen 4. Platz, der für die Qualifikation für die neue Bundesliga im nächsten Jahr berechtigt, sind wir mit 10:2 Punkten sehr gut dabei“, so der SG-Coach.
SG Flensburg-Handewitt: Himmelsbach, Rudeck - Witte (6), Williams (4), Kaulbach (4), Voigt (4), Schilling (4/2), Blohme (2), Wickert-Grossmann (2), Kohnagel (1), Simons, Noack, Walder, Dethlefsen
Quelle: Flensburger Tageblatt - Montag, 07.11.11

 


 

Aus den Kieler Nachrichten vom 05.11.2011

Alonso versucht, Tempospiel der SG zu stoppen
Bundesliga A-Jugend: THW mit argen Personalsorgen als Außenseiter ins Landesderby gegen Flensburg
Kiel. In der Handball-Bundesliga Ost empfangen die „Jung-Zebras“ des THW den Meisterschaftsmitfavoriten SG Flensburg-Handewitt (heute, 17 Uhr, Wriedt-Halle). Die Flensburger belegen zur Zeit den dritten Tabellenplatz (8:2 Punkte) vor dem THW (8:4). Die bisher einzige Saisonniederlage kassierten die Flensburger mit 24:31 gegen Tabellenführer Spandau-Füchse. THW-Trainer Raul Alonso erwartet ein emotionsgeladenes Landesderby zwischen den Erzrivalen, denn beide Teams kennen sich seit Jahren und wissen um die Stärken und Schwächen des Gegners. „Wir müssen versuchen, das Tempospiel der SG zu unterbinden und selbst disziplinierte Angriffe vortragen“, sieht Alonso sein Team nicht chancenlos.
Die Voraussetzungen für das Spiel sind beim THW allerdings nicht sonderlich gut. Torwart Moritz Krieter zog sich im letzten Punktspiel gegen Potsdam einen Kreuzbandriss zu und wird voraussichtlich bis zum Saisonende ausfallen. Da auch Leon Kirschner immer noch angeschlagen ist, wird Manuell Müller aus der B-Jugend in den Kader aufrücken. Fragezeichen stehen auch immer noch hinter den Einsätzen von Jonas Ottsen und Tjark Müller, beide laborieren weiter an kleineren Blessuren. „Ich hoffe, dass mit dem Anpfiff diese Widrigkeiten aus den Köpfen der Mannschaft sind“, erwaret Alonso dennoch eine spannende Partie.
Quelle: KN vom 05.11.2011 - gb

 

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