Aus dem Nachwuchshandball: Im Gedenken – Neunter Todestag von Sebastian Faißt

Der  3. März ist auch ein Tag um inne zu halten, denn es jährt sich einer der schwärzesten Tage des deutschen Handballs. Vor neun Jahren, am 3. März 2009, verstarb Sebastian Faißt bei einem Junioren-Länderspiel zwischen Deutschland und der Schweiz in Schaffhausen an Herzversagen. Er hatte das DHB-Team als Kapitän auf das Parkett geführt.

Ohne Gegnereinwirkung verlor Sebastian Faißt vier Minuten nach der Pause im Rückwärtslaufen das Gleichgewicht und sackte zusammen. Bange Minuten folgten, fast eine Stunde dauerten die Reanimationsversuche an – leider ohne Erfolg. Vier Tage vor seinem 21. Geburtstag verstarb die Nachwuchshoffnung.

Der Rückraumspieler hatte wenige Monate zuvor bei seinem Bundesligadebüt mit Dormagen in Kiel bei einem sensationellen Unentschieden vier Treffer erzielt und mit den Junioren EM-Silber gewonnen. Er war auch präsent, als das deutsche Junioren-Team ein Vierteljahr nach seinem Tod den WM-Titel holte.

„Die Jungs haben vor dem Spiel immer wieder gesagt: Wir sind dem Sebi noch was schuldig. Und sie haben es geschafft, dessen Willenskraft und seine Freude am Spiel in das Finale zu übertragen“, sagte Trainer Martin Heuberger nach dem damaligen Titelgewinn und fügte an: „Die Jungs zeigen genau jene Charaktereigenschaften, die Sebastian Faißt ihnen immer vorgelebt hat.“

„Der Handballsport verliert einen großartigen Menschen und einen lieben Freund. Es ist schwer, für das Geschehene Worte zu finden“, hatte Dormagens damaliger Geschäftsführer Uli Derad bei der Beisetzung gesagt. Ein Satz, der weiterhin uneingeschränkt gilt, nicht nur am heutigen Todestag.

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