Jugendbundesliga kompakt: Der Rückblick auf das Wochenende


Nord, Ost, Süd, West: In vier Staffeln der Jugendbundesliga messen sich die besten A-Jugend-Mannschaften des Landes miteinander und kämpfen um die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft. Für einen kompakten Rückblick auf das Wochenende haben wir die Spielberichte der Vereine gesammelt und veröffentlichen diese nach Staffeln sortiert…

» Übersicht: Ergebnisse und Tabellen aller vier Staffeln

Nord- Staffel

VfL Bad Schwartau verliert gegen Hildesheim

Die A-Jugend des VfL Bad Schwartau verlor am Samstag gegen den Tabellenfünften aus Hildesheim in der heimischen Hansehalle mit 24:29 (15:10), boten dabei aber über weite Strecken eine gute Leistung.

Im letzten Heimspiel der Saison durften nochmal alle „alten Hasen“ ran und die zeigten mit den „Jungen Wilden“ gegen die Favoriten aus Niedersachen sich spielfreudig aufgelegt. Die neunplatzierte VfL-Truppe spielte in den ersten 30 Minuten sogar noch mit Janik Schrader und Jacob Cordes, die im Anschluss noch der U23 halfen. Vor 144 Zuschauern ging man mit 10:6 in Führung und behielt den Vorsprung bis zur Pause.

Auch die zweiten 30 Minuten begannen vielversprechend. Pascal Bormann (mit sechs Treffern erfolgreichster Schütze an diesem Tag) erzielte das 20:15 in der 41. Minute und trotz einiger erzwungen Improvisationen hielt man Hildesheim auf Abstand. Leider erfolgte dann ein kleiner Bruch nachdem Lukas Traxel eine Zeitstrafe erhielt und nun die Gäste immer mehr 50:50-Aktionen zugesprochen bekamen. Auch ein beherzter Kampf bis zur letzte Minute konnte die Niederlage nicht verhindern.

Nun kommt es am kommenden Samstag zum letzten Saisonspiel in Sieverstedt. Dann hat das Team bis nach Ostern Pause und die neuformierte U19 bereitet sich ab dem Zeitpunkt intensiv auf die Bundesligaqualifikation im Juni vor.

THW Kiel – Felix Stiller trifft zum 29:29 in Rostock

Im vorletzten Match der A-Jugend-Bundesliga sicherten sich die U 19-Zebras beim 29:29 (15:16) in Rostock einen Punkt. In einer ausgeglichenen Partie traf der Kieler Felix Stiller per „Buzzerbeater“ zwei Sekunden vor Schluss zum Endresultat.

THW-Coach Klaus-Dieter Petersen ließ seine junge Perspektiv-Garde ran, die in der kommenden Spielzeit in der Nachwuchs-Bundesliga für Furore sorgen soll. Leistungsträger des älteren Jahrgangs wurden geschont oder waren gar nicht erst mit in die Hansestadt gereist. Es entwickelte sich ein rassiges Duell, das von starken Offensivreihen und Einzelakteuren – Niklas Benckendorf auf Kieler Seite (8) und Patrick Schmidt (8) auf HCE-Seite – dominiert wurde. Insgesamt stand es über die gesamte Spieldauer 18 Mal remis. In der 14. Spielminute waren die Kieler endgültig aufgewacht und hatten den frühen Vier-Tore-Rückstand aufgeholt.

„Eine verdiente Punkteteilung“, resümierte „Pitti“ Petersen, der von seinen Jungs am Freitag in heimischer Wriedt-Halle noch einmal eine deutliche Leistungssteigerung sehen will. Zum Saisonausklang steht das Derby gegen die Flensburger Konkurrenz auf dem Programm.

West-Staffel

Steigerung nach der Pause bringt Minden den Sieg

GWD Mindens A-Jugend gewinnt auch das letzte Auswärtsspiel der Bundesligasaison 2017/18 beim Bergischen HC mit 31:26 (14:15). Der Abschluss mit der Ehrung für den Staffelsieger folgt am Freitag, 23. März (20 Uhr), in der Dankerser Sporthalle beim Derby gegen die JSG NSM-Nettelstedt.

In der Solinger Klingenhalle lief GWD nach anfänglicher Führung zunächst einem Rückstand hinterher. „In der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit haben wir dann aber gut in der Deckung gestanden und dadurch auch die nötige Lockerheit gewonnen, um uns durchzusetzen“, meinte Trainer Sebastian Bagats anschließend zur entscheidenden Phase.

Beim 17:16 (33.) übernahm GWD wieder die Führung und löste sich dann vom 19:18 zum 22:18 (42.) sowie vom 22:20 zum 26:20 (46.). „Außerdem konnten wir die Einsatzzeiten wieder gut verteilen“, so Trainer Bagats, der eine geschlossene Mannschaftsleistung herausstrich und seine Arbeit bereits auf die Viertelfinalspiele der Deutschen Meisterschaft nach den Osterferien ausrichtet.

HSG Neuss/Düsseldorf siegt auch gegen den TUSEM Essen

Die HSG Neuss/Düsseldorf hat sich mit 29:21 (16:12) gegen den TUSEM Essen durchgesetzt. Der Nachwuchs des Handball-Zweitligisten HC Rhein Vikings konnte vor dem letzten Ligaspieltag die Chance auf Platz zwei sowie die Qualifikation zu den Playoffs zur Deutschen Meisterschaft dank eines starken Derby-Auftritts beim Tabellennachbarn wahren. Bis zum 7:8 (18.) mussten die Schützlinge von HSG-Trainer Patrick Luig einem Rückstand hinterherlaufen. Doch dann setzten sie sich von 12:11 (24.) bis auf 15:11 ab und gingen mit einem Vier-Tore-Vorsprung in die Kabine.

Auch in der zweiten Spielelfte setzte sich der starke Auftritt fort und die Essener wurden nie näher als bis auf drei Tore in Schlagdistanz gelassen. „Das war eine ganz tolle Vorstellung und wohl die bislang beste Saisonleistung von meinen Jungs. Ich kann ihnen dazu nur gratulieren und bin sehr stolz“, erklärte Luig entsprechend zufrieden. Gewinnt die HSG ihr letztes Spiel gegen den Bergischen HC und unterliegt der aktuelle Tabellenzweite VfL Gummersbach zugleich gegen TuSEM Essen, wird der Traum von der Qualifikation zu den Playoffs zur Deutschen Meisterschaft doch noch Wirklichkeit.

Deutliche Niederlage für Lemgo zum Saisonabschluss

Die A-Jugend von Handball Lemgo verliert im letzten Saisonspiel mit 24:40 deutlich gegen den VfL Gummersbach. „Die erste Halbzeit war desolat“, wollte Trainer Christian Plesser nach der Partie keine weiteren Worte über die ersten 30 Minuten verlieren.

„Ich bin so kurz nach dem Spiel komplett bedient und sprachlos“, so Lemgos Trainer weiter. „Wir wollten uns mit einer guten Leistung verabschieden. Dieser Auftritt war mit den Leistungen gegen Minden und Neuss nicht zu vergleichen“, musste Plesser bereits in der ersten Halbzeit zwei Auszeiten nehmen. Auch kam der siebte Feldspieler oft zum Einsatz. „Wir haben unsere Sachen nicht auf den Punkt gespielt.“

Die Gäste aus Gummersbach waren von Beginn an hellwach und nutzten die Fehler von Lemgo aus. „Wir waren in der Abwehr zu schläfrig und haben in der ersten Halbzeit unsere wohl schlechteste Leistung in dieser Saison gezeigt“, so Christian Plesser. Gummersbach setzte sich schnell ab und nahm beim 21:11 bereits in die Pause zehn Treffer Vorsprung mit.

In der zweiten Halbzeit lief es dann etwas besser bei den Gastgebern, Lemgo konnte mehrmals auf sechs Treffer verkürzen, allerdings unterliefen den Spielern dann wieder technische Fehler, so dass der Abstand nicht weiter schmolz. „In den letzten zehn Minuten haben ich dann den Jungs aus der B-Jugend Einsatzzeiten gegeben“, so Christan Plesser abschließend.

Trotz der Niederlage hatte sich Lemgo bereits in der Vorwoche die Qualifikation für die Bundesliga in der nächsten Saison gesichert. „Das Entscheidende ist, dass wir unser Saisonziel, die Quali zu Bundesliga 2018/2019, erreicht haben“, zeigte sich Christian Plesser schlussendlich zufrieden mit der Saison und dem Abschneiden.

Vor dem Spiel wurden Oli Essen und Julius Bringewatt verabschiedet, die aus Altersgründen die A-Jugend verlassen. Zudem überreichte Christian Plesser den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern vor dem Spiel Präsente als Dankeschön für die tolle Unterstützung während der Saison.

„Wir sagen vielen herzlichen Dank an die vielen ehrenamtlichen Helfer und die Fans für die tolle Unterstützung und freuen uns auf die nächste Spielzeit in der Jugend-Bundesliga“, bedankte sich Christian Plesser zusammen mit der A-Jugend abschließend.

Arbeitssieg zum Heimabschluss für Melsungen/Körle/Guxhagen

Im letzten Heimspiel der Saison in der Jugendhandball-Bundesliga tat sich die A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen äußerst schwer gegen die DJK Oespel Kley. Über drei Viertel des Spieles im Rückstand, drehten die Nordhessen die Partie erst in der Schlussphase und siegten mit 27:24 (12:13).

Es wollte einfach nichts gelingen zu Beginn bei den Melsungern. Zu statisch im Aufbau, zu wenig Druck auf die aufmerksame Deckung der Gäste. Die dagegen machten das Optimum aus ihren Möglichkeiten und gingen gleich einmal mit 2:0 nach vorn, ehe Jonas Goßmann von der Siebenmeterlinie der erste mJSG-Treffer zum 1:2-Anschluss gelang (6.). Bis zum ersten Feldtor durch Tomas Piroch zum 2:3 dauerte es weitere zwei Minuten. „Wir wollten das Spiel dominieren und aufs Tempo drücken, aber es hat uns die Geduld gefehlt und wir haben zu unkonzentriert abgeschlossen“, bemängelte Trainer Björn Brede.

Die Oespeler hatten in Jan Speckmann einen außerordentlich durchschlagskräftigen Rückraum-Linken, dessen 3:7 Melsungens Trainer Björn Brede nach 13 Minuten zur Auszeit zwang. In deren Anschluss es in der Tat besser wurde bei den Bartenwetzern. Insbesondere das Spiel über den Kreis klappte weitaus präziser als zuvor, zudem drehte Max Bieber auf. Und Björn Wenderoth, der den glücklosen Glenn Eggert zwischen den Pfosten abgelöst hatte, parierte gleich zweimal, so dass Jona Gruber zum 9:9 ausgleichen konnte (21.).

In der Folge überboten sich beide Teams im Auslassen von Möglichkeiten. Hatte zuvor schon Oespel-Kley sieben Minuten Torflaute zu überstehen, wartete anschließend Melsungen für die gleiche Dauer auf Zählbares. Was die Gäste nutzten, um wieder auf zwei Tore davon zu ziehen und davon zumindest noch einen in die Halbzeitpause zu retten.

Bei diesem leichten Vorteil der Westdeutschen blieb es nach dem Seitenwechsel. Die legten immer wieder einen vor, auch wenn Jona Gruber zuverlässig konterte und jeweils den Ausgleich machte. Sein dritter Volltreffer hintereinander bedeutete das 15:15 (35.), nachdem zuvor der ins Tor zurückgekehrte Glenn Eggert gegen Tobias Böck im Gegenstoß einen höheren Rückstand verhindert hatte.

Den nächsten Gleichstand wie auch die 17:16-Führung (38.) für Rot-Weiß besorgte Jonas Goßmann jeweils per Siebenmeter. Melsungen bekam Oberwasser, vermochte seine Vorteile aber nicht adäquat umzusetzen. Sowohl Jona Gruber als auch Maxim Pliuto scheiterten am Gebälk. Weil aber Glenn Eggert sich zu steigern wusste und mehrfach glänzend parierte stellte Maxim Pliuto trotzdem auf 19:17.

„Wir hatten unsere Nerven nicht beisammen. Außerdem brauchen wir für ein gutes Ergebnis einfach unsere Bestbesetzung, die wir gerade in der Abwehr nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Kai Ferber nicht mehr hatten“, beklagte DJK-Trainer Jens Pfänder. Eine gute Viertelstunde vor Schluss schien es endlich so, als könne Melsungen seiner Favoritenrolle doch noch gerecht werden. Zumal auch nach einer von Pfänder genommenen Auszeit weiter Melsungen am Drücker blieb. Max Bieber vollstreckte nach gewonnenem Zweikampf zum 20:17 (45.).

Der nächste Rückschlag kam in Form einer Zeitstrafe gegen Lukas Dexling, der DJK kam erst wieder ran und hatte nach Jona Grubers nächsten Pfostenkracher sogar die Chance zum erneuten Ausgleich. Das verhinderte die aufmerksame Deckungsreihe der Gastgeber, Maxim Pliuto schnappte sich den Abpraller und machte im Alleingang das 21:19 (50.). „Es brauchte erst einen Anpfiff für die Abwehr. Danach waren wir endlich aggressiver und Jan Speckmann kam nicht mehr so zum Wurf wie vorher. Dadurch konnte dann auch Glenn Eggert seine Quote deutlich verbessern, was ebenfalls geholfen hat“, analysierte Brede.

Noch einmal brachte eine Strafe gegen Dexling die mJSG ins Wanken, jedoch nicht zu Fall. Obwohl Oespel-Kley durch einen Doppelschlag von Rechtsaußen Tobias Böck auf 24:23 verkürzte (58.). Jona Gruber war es vorbehalten, nach vier Holztreffern endlich wieder einmal zu netzen und damit die Weichen endgültig auf Sieg zu stellen, ehe Jonas Goßmann mit dem Schlusspfiff die deutlichste mJSG-Führung der gesamten Partie realisierte.

mJSG: Eggert (10 Paraden / 20 Gegentore), Wenderoth (2 P. / 4 G.); Piroch 3, Küllmer, Goßmann 7/4, Gruber 6, Schuhmann, Koch, Bieber 5, N. Pliuto 3, M. Pliuto 3, Dexling.

DJK: Dittrich (10 P. / 26 G.), Friedrich (bei einem Siebenmeter, 0 P. / 1 G.); Fege 2, M. Pfänder 6/1, Ferber 2, J. Pfänder, L. Pfänder 3, Overberg, Brieden 1, Böck 3, Wolak, Speckmann 7.

Süd-Staffel

Sieg im Ligafinale der A-Jugendbundesliga für die Junglöwen

Zum Abschluss der Ligaspiele in der Jugendbundesliga landeten die Rhein-Neckar Löwen gegen Frischauf Göppingen einen 32:29 (16:11)-Sieg. Die Gastgeber führten von Beginn an und hatten das Heft über die gesamte Zeit in der Hand. Nun konzentriert sich die A-Jugend auf die Spiele um die Deutsche Meisterschaft.

Der neunfache Torschütze Jannis Schneibel und der sieben Mal erfolgreiche Fabian Serwinski bestimmten insbesondere auch die Anfangsminuten, in denen die Junglöwen einen glänzenden Start hinlegten. Schneibel mit drei Treffern und Serwinski mit einem Doppelschlag sorgten für die 5:1-Führung (6.). Göppingen nahm eine frühe Auszeit, doch zunächst blieben die Hausherren obenauf. Sie führten mit 7:2, ehe die Gäste auf 7:6 (15.) herankamen. Und auch beim 9:8 drohte die Partie zu kippen. Aber es blieb bei der Gefahr, denn die Junglöwen fingen sich rechtzeitig wieder und hielten den Vorsprung beim 12:8, 14:10 und Pausenstand von 16:11.

Nach dem Wiederbeginn lagen die Badener zwar weiterhin vorne, sie konnten sich allerdings nicht weiter absetzen. Der Vorsprung betrug deshalb maximal fünf Tore, so dass die Konzentration bis zum Schluss hochgehalten werden musste. Nachdem Göppingen auf 26:23 (54.) verkürzte, war die spannende Schlussphase längst am Laufen. Am Sieg änderte sich jedoch nichts mehr, weil auch die Gastgeber immer wieder trafen und den Vorsprung über die Zeit brachten.

Nach Kantersieg gegen den Tabellenzweiten: A-Jugend der HSG Konstanz hat im Finale wieder alles selbst in der Hand

Nach den Negativerlebnissen der letzten Wochen ließ die A-Jugend der HSG Konstanz gegen den Tabellenzweiten eine bärenstarke Reaktion folgen. Dank einer Leistungsexplosion und einer Vorstellung, die an den Beginn der Rückrunde erinnerte, als die HSG fünfmal in Folge ungeschlagen blieb, wurde der TV Bittenfeld mit 19 Treffern Differenz überrollt (38:19). Nach dem Erfolg gegen den Viertelfinalteilnehmer an der Deutschen Meisterschaft hat Konstanz wieder alles selbst in der Hand: Ein Sieg im letzten Spiel am kommenden Wochenende und der Zweitliga-Nachwuchs vom Bodensee gehört als Tabellenfünfter auch kommende Saison ohne den Umweg über die Qualifikation zu den besten 48 Nachwuchsteams der Republik.

Sie hatten den Spaß wiedergefunden, sich vom Druck des Gewinnen-Müssens befreit – eindrucksvoll und von der ersten Minute an. Die HSG-Talente hatten ihre zuletzt so löchrige Defensive wieder stabilisiert, waren aggressiv und suchten im Verbund den Zweikampf, ganz wie von den Trainern Christian Korb und Thomas Zilm gefordert. Dadurch war der überragende Beachhandball-Jugendnationaltorwart Moritz Ebert im Zusammenspiel mit seinem Defensivverbund wieder der gewohnt starke Rückhalt. Und das erfolgreiche, von den Gegnern gefürchtete und vom eigenen Anhang begeistert gefeierte Tempospiel der Gelb-Blauen nahm wieder richtig Fahrt auf. Zehn Minuten waren gespielt, da knalle Joel Mauch den Ball mit einer Wucht unter die Latte, dass das Gebälk erzitterte. Der Frust aus den letzten Partien entlud sich in viel positiver Energie und Emotionen bei den Gastgebern, die aber auch früh zauberten. Zwei Minuten vor dem Kracher durch Mauch hatte Jonas Hadlich mit einem gefühlvollen Dreher vollendet.

Da fiel es auch nicht ins Gewicht, dass die Schwaben zum 6:6 kamen (15.). Der Zweitliga-Nachwuchs strahlte große Entschlossenheit, den unbedingten Willen und vor allem ganz viel Spielfreue aus. Über 12:8 und 14:9 agierte Konstanz wie im Rausch, in dem ein Tempogegenstoß nach einer schnellen Balleroberung in der Abwehr nach dem anderen auf den TVB-Schlussmann zurollte: 19:10 zur Pause nach einem 5:0-Lauf.

Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Gastgeber noch lange nicht genug. Trotz vieler Wechsel wurde das Tempo weiter hoch gehalten und der Vorsprung von Minute zu Minute ausgebaut, kurz vor Schluss gar auf 37:17 und 20 Tore Differenz. Dabei hatte die HSG sogar noch einige freie Chancen ausgelassen. Trainer Thomas Zilm sah es dennoch ganz nüchtern: „Wir haben die Chance gewahrt, direkt in der Liga zu bleiben. Nicht mehr und nicht weniger. Nun haben wir unser finales Endspiel, mit dem wir endlich den Sack zu machen können.“ Für den B-Lizenzinhaber war das auch der Grund für sein „Aber“ nach dem Lob für die starke Leistung gegen Bittenfeld. „Mir wären zwei Siege mit einem Tor in den Spielen zuvor lieber gewesen als nun ein Kantersieg gegen den Zweiten. So müssen wir bis zum letzten Spiel zittern.“

In der Form, das stellte der HSG-Coach aber heraus, „wird es in der heißen Kiste in Neuhausen/Erms aber sehr schwer, gegen uns zu gewinnen. Das war top. Nur brauchen wir genau diese Leistung noch einmal“. Die Entscheidung fällt dann am Sonntag ab 15 Uhr im Schwäbischen. Konstanz scheint gut gerüstet und fest entschlossen, eine tolle Saison zu krönen und sich selbst zu belohnen.

Am Sonntag den 25.03.2018, 17.00 Uhr trifft der TVB in seinem letzten Saisonspiel in der Bundesliga Staffel Süd in der Gemeindehalle in Bittenfeld auf den Tabellenvierten und in dieser Saison stark aufspielenden TSV Wolfschlugen.

Schon jetzt wird auf den nach Ostern anstehenden Handball-Highlight hingewiesen. Die Young Boys treten im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft im Hinspiel am 14.04.2018, 18.15 Uhr in der Gemeindehalle in Bittenfeld gegen die von Trainer Bob Hanning gecoachten Füchse Berlin an.