THW Kiel II muss das „System Chaos“ knacken

In Ellerbek fehlen die Rückraumsäulen Wäger und Thal

Kiel. Die Jungzebras sind im Angriffsmodus. Der THW Kiel II will zurück an die Tabellenspitze der Handball-Oberliga . Dafür muss am heutigen Sonnabend (18.30 Uhr) ein Auswärtssieg beim TSV Ellerbek her. Zudem müsste Ligaprimus HSG Eider Harde beim Oberliga-Fünften TSV Hürup Federn lassen.

„Die spielen das System Chaos. Pausenlos wechseln sie die Abwehrformationen. Im Angriff setzen sie häufig auf den siebten Feldspieler. Da müssen wir kühlen Kopf bewahren und uns auf unser Spiel konzentrieren“, fordert THW-Coach Jan-Niklas Richter vor dem Duell mit dem Oberligazehnten, der von Ex-Zebra Nico Kibat trainiert wird. Bereits im Hinspiel taten sich die Kieler schwer, lagen mit 7:9 zur Halbzeit zurück, ehe sie mit einer furiosen zweiten Halbzeit das Spiel zu einem letztlich ungefährdeten 27:19-Sieg drehten. Doch Richter ist zum Improvisieren gezwungen. Mit Philipp Wäger (krank) und Fabian Thal (Herzmuskelentzündung) stehen dem THW zwei Rückraumsäulen nicht zur Verfügung. Zudem kehrte Bevan Calvert erst gestern aus dem Thailand-Urlaub zurück. „Wir wollen gut in die Rückrunde starten, denn wir haben noch viel vor“, erklärt Richter.

In der SH-Liga der Frauen lauern die Frauen des Suchsdorfer SV auf Big Points im Abstiegskampf. Zu Gast in der Suchsdorfer Sporthalle ist am Sonntag (15 Uhr) die SG Oeversee/Jarplund. Ans Hinspiel beim Tabellenvorletzten hat der Aufsteiger keine guten Erinnerungen. Die SSV-Frauen verspielten in den Schlussminuten eine komfortable Sechs-Tore-Führung und unterlagen mit 29:31. „Die Punkte, die wir dort liegengelassen haben, wollen wir uns Sonntag wiederholen“, sagt SSV-Coach Michael Schwarz, der eine Vakanz auf Rechtsaußen beklagt, weil Franziska Kuchra (Kreuzbandriss) und Julia Herrmann (Handbruch) ausfallen. jpw