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Als angehender Trainer im Kinder- und Jugendbereich baut man als Handlungsgrundlage in der Regel zunächst auf eigene Erfahrungen auf, die man als Sportler in der jeweiligen Sportart gesam- melt hat oder immer noch sammelt.

Die eigenen Erfahrungen sind jedoch auf Dauer nicht ausreichend, um den komplexen Anforderungen eines modernen Trainings in vollem Umfang gerecht zu werden. Viele Anforderungen und Fragen lassen sich alleine aus dem Erfahrungsschatz als ehemaliger oder aktueller Sportler heraus nicht mehr beantworten. Selbst ein guter Sportler gewesen zu sein kann zwar eine große Hilfe zum Start ins Trainerleben sein, eine zwingende Voraussetzung oder Garantie ein guter Trainer zu werden ist dies jedoch nicht. Denn im schlechtesten Fall reproduziert man als Trainer nur das, was man früher selbst als Sportler im Training gemacht hat. Viele Beispiele aus der Praxis zeigen, dass man auch als weniger guter Sportler sehr wohl ein guter Trainer werden kann. Trainingswissenschaftliche, sportmedizinische oder sportpädagogische Zusammenhänge und Hintergründe des Trainings lassen sich nicht aus der eigenen Erfahrung heraus erschließen. Erfahrung alleine kann eine Trainerausbildung nicht ersetzen. Die meisten Sportarten/Disziplinen haben sich in den letzten Jahren mehr oder weniger stark weiterentwickelt. Dies gilt es in den jeweiligen Bereichen der Trainings zu berücksichtigen. Eine Trainerausbildung dient deshalb dazu, neue Erkenntnisse kennen zu lernen und sich entsprechendes Wissen anzueignen, um im Training handlungsfähig zu sein.

Trainerausbildung im Landesverband

Jan Eckert, Lena Petersen, Marthe Petersen und David Meurer zusammen im Kinderhandball Grundkurs des HVSH

Warum macht ein Kinderhandball-Grundkurs Sinn?
In den letzten Jahren spiegelt sich ein Trend auf dem Gebiet des Sports und der Gesellschaft auch in der Trainerausbildung wieder. Viele Interessierte sind nicht mehr bereit, mehrere Wochenenden bzw. Wochen für eine C-Trainerausbildung zu „opfern“. Oftmals nimmt der Beruf oder die Berufsausbildung sehr viel Zeit in Anspruch bzw. der Arbeitgeber gewährt, trotz des Rechtsanspruchs des Arbeitnehmers, Bildungsurlaub nur ungern. Auch die C-Trainer-Ausbildungskosten stellen hin und wieder ein Problem dar, wenn die Vereine nicht bereit sind, diese zu übernehmen.

Die Kehrseite der Medaille ist allerdings auch immer deutlicher zu erfahren. Besonders im Kinder- und Jugendbereich finden sich wenig qualifizierte Trainer. Der Spruch: „Die besten Trainer gehören in den Jugendbereich!“ wird nur allzu selten gehört, oder besser gesagt ignoriert. Hier ist erstens kein Geld zu verdienen, zweitens sind Kinder und Jugendliche immer schwerer langfristig für etwas zu begeistern und drittens gibt es dann auch noch die Eltern. Der Betreuungsaufwand einer Jugendmannschaft ist deutlich höher als bei Erwachsenen und die „Lorbeeren“ erntet meistens, bis auf wenige Ausnahmen, nicht der Vereinstrainer mit einer guten Jugendarbeit.

Jetzt ist aber auch eine positive Entwicklung zu beobachten: Die Mannschaftszahlen im Kinder- und Jugendhandball steigen seit einigen Jahren wieder. Das bedeutet, der Bedarf an guten Jugendtrainern ist höher denn je. Da es aber nicht nur um die Förderung besonders talentierter Spieler und Spielerinnen geht, sondern auch „in der Breite“ Handball gespielt wird, muss in diesem Bereich dringend etwas unternommen werden.

Natürlich gibt es viele ehemalige Spieler und Spielerinnen, Eltern oder auch ältere Jugendliche, die durchaus bereit wären, eine Mini- oder E-/D-Jugendmannschaft zu betreuen oder zu trainieren. Aber viele trauen sich nicht, da sich im Bereich des Kinder- und Jugendhandballs in den letzten Jahren sehr viel verändert hat und/oder sie keine oder kaum praktische Erfahrung mit Kinder- und Jugendtraining haben. Besonders die Änderung der Durchführungsbestimmungen, also das Wettkampfsystem im Kinderhandball, ganz speziell im Hinblick auf die geforderten offensiven Abwehrsysteme, ist zwar flächendeckend umgesetzt, doch treten hier und da Missverständnisse auf.

Ein anderes Problem, besonders bei ehemaligen oder aktiven Spielern/Spielerinnen, ist das Übertragen von Erwachsenentraining in den Kinder- und Jugendhandball.

Wie schon anfangs gesagt, ist es den meisten Vereinen leider nicht möglich, für jede Kinder- und Jugendmannschaft einen qualifizierten C-Trainer zu haben. Aber Betreuer mit einer zwar nicht umfassenden, aber sinnvollen Grundlage an theoretischem und praktischem Wissen aus dem Bereich Kinder- und Jugendhandball sind für jeden Verein ein Gewinn, auch für den Erwachsenenbereich. Denn auch für jeden Trainer im Erwachsenenbereich, ganz besonders im mittleren und unteren Leistungsbereich, ist es wichtig zu hören, welche Grundlagen vermittelt werden müssen und wie unerlässlich es ist, auch hier immer wieder eine sinnvolle Grundlagenschulung zu betreiben.

Um den genannten Ansprüchen besser gerecht zu werden und für alle Vereine eine praktikable, durchführbare und ganz besonders finanzierbare Qualifizierungsmaßnahme für ihre Trainer/Betreuer anzubieten, hat der DHB im Zusammenarbeit mit den Landesverbänden das Konzept des Kinderhandball- Grundkurses entwickelt. Es ist ein sinnvolles, bedarfsorientiertes Angebot, das flächendeckend eingesetzt, den Handballsport an der Basis voranbringt und den Kindern und Jugendlichen, und somit den Vereinen, bessere sportliche Entwicklungsmöglichkeiten bieten soll.

Der Kinderhandball-Grundkurs

Der Kinderhandball-Grundkurs umfasst 20 Lerneinheiten à 45 Minuten.
Inhalt sind grundsätzliche Elemente aus dem Bereich der Grundlagenschulung (Minihandball, E-Jugend und D-Jugend).
Teilnehmen können alle am Kinderhandball Interessierte, wie z.B. Trainer, Betreuer und auch Eltern.
Abgeschlossen wird der Kinderhandball-Grundkurs mit einem Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme an 20 LE’s (keine Abschlussprüfung).

Gerade in den letzten Jahren lassen sich extreme Defizite im Grundlagen- und Aufbautraining feststellen, was ganz besonders bei der Talentförderung (Sichtungsveranstaltungen) deutlich wird. In diesen Ausbildungsbereichen muss einfach mehr Zeit für diese wichtigen Inhalte aufgebracht werden, um dann zukünftig auch in der Breite bessere Ergebnisse zu erzielen.

Weitere Informationen zur Trainerausbildung findest du beim Deutschen Handballbund oder beim Landesverband.