U17-Zebras ziehen knapp den Kürzeren

Auch das Halbfinal-Rückspiel gegen Leipzig geht mit einem Tor verloren

KIEL. Die U 17-Jungzebras haben die Sensation verpasst: Im Halbfinal-Rückspiel mussten sie sich im Kampf um die deutsche Meisterschaft geschlagen geben und verloren auch das Rückspiel gegen den SH DhfK Leipzig knapp mit 24:25 (11:10/ Hinspiel: 22:23). So bleibt unterm Strich eine Zwei-Tore-Niederlage in Hin- und Rückspiel zweier Teams auf Augenhöhe.

Die Kieler fanden gut ins Spiel, präsentierten sich dynamisch und mit guten Lösungansätzen gegen die offensive Abwehr der Sachsen. „Wir haben absolut an unsere Chance geglaubt“, so THW-Coach Tobias Bentlage. Viel Bewegung ohne Ball führte aber zu technischen Fehlern und Ballverlusten, die Leipzig im Gegenzug zunächst noch nicht nutzen konnte. Sowohl Philipp Saggau, als auch Nico Alberti lieferten im Kieler Tor über 50 Minuten eine starke Leistung ab und hielten ihr Team im Spiel.

Die Abwehrumstellung von der 6:0 auf eine offensivere Variante trug Früchte, so dass die Gastgeber vor der stimmungsvollen Kulisse von gut 400 Zuschauern mit 8:5 (17.) in Führung gehen konnten. Immer wieder war es vor allem Noah Moussa, der Verantwortung übernahm, aus allen Lagen traf, sich durchtankte oder den Ball ansatzlos im Winkel versenkte.

Nach der Pause stellte Leipzig umgehend wieder alles auf Null (11:11, 26.) und übernahm die Regie. In den Schlüsselszenen der Crunchtime hatten die Zebras immer wieder das Nachsehen, Chancen zum Ausgleich nach Leipziger Führung wurden zu oft nicht genutzt, und auch der enorme Kampfeswille in den letzten zehn Minuten konnten den Kräfteverschleiß nicht mehr kompensieren. Letztlich waren es ein paar falsche Entscheidungen zu viel, eine ungenutzte Überzahl und die abgelaufene Uhr, die nach 50 Minuten regulärer Spielzeit das Ende der Kieler Titelträume besiegelte.

„Die Enttäuschung ist schnell dem Stolz auf das Erreichte gewichen“, fand der scheidende Trainer Tobias Bentlage tröstende Worte für sein Team. „Wir sind ohne Minuspunkt Oberligameister geworden und gehören zu den vier besten Teams Deutschlands. Das ist ein großer Erfolg des mental extrem starken Teams.“ akü

THW U 17: Saggau, Alberti – Ankermann 4, Schneider 2, Leimann 1, Nagel 1, Schwormstede 4, Troschke 1, Ciudad Benitez 1, Schmidt 2/1, Moussa 9.