U19 – Füchse legen Zebras früh an die Kette

Kieler 25:29-Niederlage gegen zupackende Berliner

Kiel. Die U 19-Handballer des THW Kiel mussten sich am zehnten Spieltag der A-Jugend-Bundesliga Nordost in eigener Halle den Berliner Füchsen mit 25:29 (13:15) geschlagen geben. Dabei war das Endresultat allerdings deutlicher als das Spiel.

Beide Teams begannen mit hohem Tempo, viel Druck und energiegeladen. Zunächst beherrschten allerdings die Defensivreihen das Spielgeschehen. Die körperlich überlegenen Gäste stellten den Zebras eine robuste, in der Mitte offensiv ausgerichtete 6:0 in den Weg, die Kieler interpretierten dieselbe Deckungsvariante etwas defensiver, gingen Mitte der Halbzeit zum 5:1 über. Immer wieder offenbarten sich jedoch bei den Zebras kleine Abstimmungsprobleme. Beim 13:13 (28.) stand letztmalig alles auf Null, fortan behielten die Gäste die Oberhand und hielten die Kieler mit ein, zwei Toren auf Abstand. Beim 18:21 (39.) versammelte Coach Christian Sprenger seine Jungs zur Auszeit und ging mit dem siebten Feldspieler volles Risiko. Die Füchse nutzten auch diese Chance gnadenlos und trafen per Torwart-Wurf ins leere Tor zum 22:18.

Die Kieler arbeiteten sich an der rustikalen Füchse-Abwehr weiterhin ab, glänzten bisweilen mit Distanzwürfen und kamen noch einmal auf 24:25 (53.) ran, nachdem Keeper Björn Lange einige freie Bälle entschärft hatte. Letztlich war der Kräfteverschleiß aus Kieler Sicht jedoch zu groß, insbesondere die Arbbeit an beiden Kreisen hatte Spuren hinterlassen. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, das war ein großer Kampf mit breiter Brust gegen einen großen Gegner“, sagte Kiels Jugend-Koordinator „Pitti“ Petersen.

Und auch Junioren-Geschäftsführer Gerd Schawaller pflichtete ihm bei: „Das Ergebnis vermittelt ein völlig falsches Bild, die Jungs haben ein klasse Spiel abgeliefert.“ akü

THW U 19: Lange, Usinger – Kaminski 2, Schneider 6/2, Meereis 2, Haack 2, Duckert 1, Wäger 4, Benkendorf 1, Böhm 7, Pedack, Witt, Gebelein, Born.