U19 – HSV-Talente zähmen Jungzebras

Die U 19-Jungzebras des THW Kiel machen sich das Leben nach dem furiosen Triumph beim Tabellenführer in Minden vor drei Wochen nun unnötig selbst schwer. Am achten Spieltag verloren sie wieder einmal gegen ein Team aus dem direkten Tabellenumfeld. Vor heimischer Kulisse gab es gegen den HSV Handball eine herbe, doppelt schmerzhafte 23:32 (11:19)-Niederlage. Doppelt deshalb, weil durch die Niederlage gegen den Tabellennachbarn der Einzug in die Meisterrunde (Plätze eins bis vier) mehr als gefährdet ist, Kiel rutschte auf Rang sechs ab, während Hamburg durch den Sieg im „vier Punkte-Spiel“ sogar auf Platz drei vorrückte. Bereits zum Pausenpfiff lagen die Gastgeber fast hoffnungslos hinten, der HSV brachte seine Überlegenheit von Beginn an eindrucksvoll auf die Platte. Die letztmalige Kieler Führung datierte aus der siebten Spielminute (3:2). Hamburg agierte fortan immer einen Schritt schneller und zog ein rasantes Tempo- und Umschaltspiel auf, mit dem die Kieler Defensive unter Druck gesetzt wurde und oftmals gar nicht erst in die Sortierung fand. Zahlreiche freie HSV-Würfe waren die Folge, die deutliche Halbzeit-Führung ebenfalls. Auch der Wiedereinstieg in den zweiten Durchgang gelang den Hanseaten besser. Die Hausherren gaben sich zwar nicht auf, kämpften aufopferungsvoll und verloren nie die Körperspannung, dennoch reichte es an diesem „gebrauchten Tag“ gegen die Lokalrivalen einfach nicht. akü

THW: Saggau, Alberti – von Starck 1, Klepp 1, Schwormstede 3, Gebelein 1, Moussa 8, Schmidt 7/3, Benitez 2, Ankermann, Ludwig, Gildner.