U19 – THW-U 19 spielt sich in einen Rausch

 

Jungzebra Niklas Benkendorf zieht ab und erzielt einen seiner neun Treffer. FOTO: PAESLER

Kiel. Krachender Sieg und Balsam für die nach einer Niederlagenserie gebeutelten Seelen des THW Kiel: Am 19. Spieltag der Handball-A-Jugend-Bundesliga Nord gewannen die Kieler ihr Heimspiel gegen den VfL Bad Schwartau deutlich mit 41:25 (21:17).

Die Kieler begannen mit einer offensiv ausgerichteten Abwehr und einem bärenstarken Jesko Usinger im Tor, ließen dem Gegner von Beginn an kaum Entfaltungsmöglichkeiten und zwangen VfL-Coach Martin Nirsberger beim frühen 0:3-Rückstand (4.) bereits zum Time-Out. Es blieb jedoch dabei, dass die Gastgeber dem Spiel ihren Stempel aufdrückten und die Schwartauer nie richtig ins Spiel kommen ließen. Die Kieler glänzten mit ihrer ersten und zweiten Welle nach Ballgewinnen aus der hellwachen Abwehr heraus und überzeugten mit gut strukturiertem und konzentriertem Spielaufbau im Positionsangriff.

Den Schwartauern fehlte der Spielwitz, sie fanden keine Lösungen gegen die variable und flexible Kieler Defensivreihe, die sowohl in der 6:0- als auch in der 5:1-Formation felsenfest stand. Die Kieler hatten sich in die Köpfe ihres Gegners und in einen eigenen Rausch gespielt. Nach Wiederanpfiff gelang den Gästen praktisch nichts mehr – lediglich acht Tore ließ das Keeper-Duo Usinger/Lange noch zu, vorne zeigte die junge 2000-er Perspektiv-Angriffsreihe um Benkendorf, Schäfer und Meereis Handball auf höchstem Niveau. Und auch U17-Nachwuchskraft Leon Ciudad Benitez überzeugte am Kreis und im Abwehrzentrum und entlockte THW-Coach Klaus Dieter „Pitti“ Petersen nach dem Schlusspfiff ein Kollektivlob: „Tolle Arbeit der Jungs und toll zu sehen, wie sie sich die harte Arbeit auszahlt. Wir wollen mit einem positiven Gefühl die Saison beenden.“ akü

THW U19: Usinger, Lange – Stiller 2, Cuidad Benitez 2, Schneider 2, Meereis 1, Bruse 6, Schäfer 7, Martin 11/5, Benkendorf 9, Kaminski 1, Duckert.