U19 – Zebra-Desaster im Nordderby

Lars Hendrik Meereis beendete die Torflaute des THW Kiel zu Beginn der Partie in Flensburg nach elf Minuten. © Uwe Paesler

A-Junioren-Bundesliga : U 19 des THW Kiel geht mit 17:34 in Flensburg unter

Die SG war an diesem Abend schlicht und ergreifend das bessere Team. Klaus-Dieter Petersen, Trainer der THW-A-Junioren

von anja kühl

FLENSBURG/Kiel. Das Vorhaben der U19-Zebras des THW Kiel, am elften Spieltag der A-Jugend-Bundesliga Nord zwei Zähler von der SG Flensburg-Handewitt zu entführen, ist gründlich schief gegangen: Die Kieler verloren das Nordderby allzu deutlich mit 17:34 (9:16).

Die Ziele waren hochgesteckt, das Leistungsvermögen der Jungzebras reichte aber nicht, der SG Paroli zu bieten. Vom Start weg ließen die Gastgeber keine Zweifel am späteren Sieger aufkommen. Mit einer 5:0-Führung (10.) machten die Flensburger früh deutlich, wer Herr im Hause ist. Nationalspieler Lars Meereis war es, der die Kieler Torflaute beendete und sein Team mit elfminütiger Verspätung ins Spiel brachte. Allerdings waren die SG-Youngster in allen Belangen überlegen und hielten die Zebras konsequent auf Abstand, mehr als auf drei Tore kamen die Gäste über die gesamte Spieldistanz nicht heran. Immer wieder führten Kieler Ballverluste zu Gegenstößen, von denen Jesko Usinger im Tor zwar einige entschärfte, der aber aufgrund des mangelhaften Rückzugverhaltens seines Teams auch oft im Stich gelassen wurde. Dennoch verdiente Usinger sich von Coach „Pitti“ Petersen das Prädikat bester Spieler.

Auf der Gegenseite überzeugte ebenfalls der Torhüter. Jugend-Nationalkeeper Johannes Jepsen spielte sich in die Köpfe der Kieler Schützen, die zusehends druckloser agierten und die SG-Defensive kaum in die Seitwärtsbewegung brachten. Den Sieben-Tore-Rückstand zur Pause sah Petersen als „vollkommen gerechtfertigt“ an. Weder Umstellungen in der Abwehr, noch personelle Wechsel fruchteten nach Wiederbeginn. Flensburg zog auf und davon, hatte in der 34. Spielminute erstmals ein Zehn-Tore-Polster vorgelegt und spielte das Match auf hohem Niveau zu Ende. „Die SG war an diesem Abend schlicht und ergreifend das bessere Team“, so Petersen, der jedoch zufrieden auf die Hinrunde und die Tabellensituation (12:10, 4.) der Zebras zurückblickte.

THW Kiel: Usinger, Schmidt – Stiller 4, Thal 3, Ehrig 1, Meereis 4, Bruse 3, Schäfer 1, Martin 1, Witt, Haack, Duckert, Benkendorf.