U23 – Der THW II fährt zum Spitzentanz

Kiel. Es ist Zeit für den Spitzentanz: Der THW Kiel II reist als Primus der Handball-Oberliga am Sonnabend nach Hamburg. Gastgeber ist die HG Hamburg-Barmbek, die am letzten Spieltag nach einem 32:32-Remis im Spitzenspiel gegen den TSV Hürup den Platz an der Sonne für die Jungzebras freimachte. Wiedererstarkte Krabben der zehntplatzierten HSG Holstein/Krnshagen möchten dem Aufsteiger SG Bergedorf/Vier- und Marschlande Rang acht abjagen.

Sein Einsatz in Hamburg ist noch fraglich: Jan-Ole Martin (THW Kiel II). © R.R.

HG Hamburg-Barmbek – THW Kiel II (Sbd., 18.30 Uhr)

„Es muss einiges zusammenlaufen, dass wir dort eine Chance haben, aber wir werden alles reinwerfen. Wir fahren dahin, um zu kämpfen“, verspricht THW-Coach Christian Sprenger vor dem Duell mit dem Drittliga-Absteiger. Die Ausgangslage für die Kieler ist komfortabel. Die Hamburger stehen nach dem Verlust der Spitzenposition unter Zugzwang, haben einen Minuspunkt mehr auf dem Konto als der THW II. Doch Sprenger hat gewaltigen Respekt vor der HG: „Deren Rückraum hat Drittliganiveau. Zudem haben sie mit Wischniewski einen Außen mit überragender Qualität.“ Gemeint ist Christoph Wischniewski. Der 31-jährige Rechtsaußen lernte einst sein Handball-ABC beim TSV Altenholz und spielte dann in der zweiten Liga für die Ahlener SG und den VfL Bad Schwartau. Der THW muss indes womöglich auf einen Linkshänder verzichten. Eine fiebrige Erkältung ließ Jan-Ole Martin das Bett hüten. Zudem fallen auch die Langzeitverletzten Jannis Brünger, Leon Bruse und Philipp Stiller weiterhin aus. „Wir heulen nicht rum“, will Sprenger nichts von Alibis wissen: „In diesen Spielen können wir richtig etwas lernen.“ jpw