U23 – Fehltritte sind verboten für die Zebras

Kiel. Der THW Kiel II hat in der Handball-Oberliga nur ein Ziel: Jagen! Die Beute, der Ligaprimus HSG Eider Harde, ist jedoch bereits um vier Minuspunkte enteilt. Fehltritte sind nicht mehr erlaubt. Auch nicht am Freitagabend, wenn die HSG Schülp/Westerrönfeld um 19.45 Uhr ihre Visitenkarte in der Helmut-Wriedt-Halle abgibt. Erst am Sonntag sind die Krabben dran. Um 17 Uhr empfängt die HSG Holstein Kiel/Kronshagen auf ungewohntem Terrain – am Radsredder – den FC St. Pauli.

„Schülp hat ein sehr interessantes Team. Starke Außen, viel Tempo, gute Rückraumschützen und mit Kjell Köpke einen super Kreisläufer, den wir unter Kontrolle bringen müssen“, sagt THW-Coach Jan-Niklas Richter. Doch Angst und Bange wird ihm nicht beim Gedanken an das Duell mit dem Oberliga-Sechsten, der im Hinspiel mit 37:26 besiegt wurde. Vor allem der 31:28-Sieg bei der SG HH-Nord bestärkt Richter in seinem Optimismus: „Haben wir bis jetzt fast immer mit der 6:0-Abwehr gespielt, konnten wir gegen Nord sowohl mit einer 4:2- als auch mit einer 5:1-Formation für Unruhe sorgen. Wir sind jetzt noch flexibler in den Systemen.“ Zumal mit Ference Büchler, der zuletzt wegen einer fiebrigen Erkältung fehlte, eine Alternative für Rechtsaußen zurückkehrt.

Die Krabben haben nach zwei Siegen in Serie Oberwasser. Gegen den FC St. Pauli soll nachgelegt werden: „Den Abstand zu Pauli würden wir gerne vergrößern, aber zu mindestens konstant halten“, fordert HSG-Coach Thorsten Möller mit Blick auf das drei-Punkte-Polster zum Oberliga-Elften. Doch die HSG HolKro kriecht personell auf dem Zahnfleisch: Lisa Lorenz, Leonie Meißner (beide auf Heimaturlaub) und Lina Peters (beruflich verhindert) fehlen allesamt am Sonntag. „Das müssen wir schlucken. Wir wollen Pauli abnerven. Und wenn wir letztlich mit einem Tor gewinnen, ist uns das auch recht“, erklärt Möller, der unter der Woche ohne Backe trainieren ließ, um das Team auf das „Heimspiel“ am Radsredder vorzubereiten. jpw