U23 – Geschwächter THW Kiel II trifft heute auf TSV Hürüp

Kiel. Mit gänzlich unterschiedlichen Ansprüchen blicken die Männer des THW Kiel II und die Frauen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen ihren kommenden Heimspielen in der Handball-Oberliga entgegen. Während der THW heute ab 19.45 Uhr in der Helmut-Wriedt-Halle keinesfalls Punkte gegen den TSV Hürup liegen lassen möchte, gehen die Krabben am Sonntag ab 17 Uhr in der Sporthalle Kronshagen als Außenseiterinnen in ihre Partie gegen die HSG Mönkeberg-Schönkirchen.

„Wir haben eine Vorstellung davon, wie die Saison laufen soll. Wir wollen am Saisonende auf jeden Fall auf einem der vorderen beiden Plätze stehen und wollen uns deshalb gegen Hürup keinen Punktverlust leisten“, so THW-Trainer Jan-Niklas Richter und ergänzt vor dem Duell mit dem Viertplatzierten: „Wir müssen uns 60 Minuten lang an unseren Plan halten. Nicht nur 55 Minuten. Das reicht gegen Hürup nicht. Wir dürfen uns nicht zu lange im Sechs gegen Sechs aufhalten, denn sie stellen eine robuste Abwehr mit starken Torhütern dahinter.“ Die Taktik ist also klar, doch etwas anderes gibt dem Coach noch zu denken: Sein Team ist derzeit grippegeplagt: „Wir hatten letzte Woche mit Krankheiten zu kämpfen. Die Vorbereitung könnte besser sein.“ Trotz dieser Schwierigkeiten bleibt der Sieg das Ziel, erst Recht mit Blick auf die Tabelle. „Es wird eine harte Rückrunde. Die ersten Plätze sind unheimlich nah beieinander. Da kann man schnell ein bisschen abrutschen“, sagt Richter.

Deutlich weniger Druck zu punkten haben die Frauen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen, die mit der HSG Mönkeberg/Schönkirchen auf die Zweitplatzierten der Liga treffen. „Nach dem bisherigen Verlauf der Spielzeit ist Mönkeberg einer der Saisonfavoriten. Da gibt es kein Vertun. Wir wollen aber natürlich im Rahmen unserer Möglichkeiten dagegen halten“, fasst Krabben-Trainer Thorsten Möller zusammen. Im Hinspiel unterlag Möllers Team deutlich mit 25:40, ließ sich damals zu sehr von der körperlich robusten Spielweise von MöSchö den Schneid abkaufen. Das soll dieses Mal besser werden. „Wir dürfen uns davon nicht beeindrucken lassen und keinen zu großen Respekt haben. Wir müssen kühlen Kopf bewahren und dürfen vorne nicht zu überhastet abschließen, denn wenn wir sie in die Gegenstöße kommen lassen, werden wir überrannt.“ foj