U23 – Kleines Derby, große Spannung

Handball: Oberliga-Tabellenführer THW II empfängt heute SG II – Krabben fahren in die Heide

Kiel. Der THW Kiel gegen die SG Flensburg-Handewitt. Das Nordderby. Am Freitagabend um 19.45 Uhr steigt in der Helmut-Wriedt-Halle die kleine Version – die in der Handball-Oberliga. Brisanz birgt das Duell dennoch, denn der Spitzenreiter empfängt den Zweiten. Es geht um die Vorherrschaft in der Oberliga und natürlich ums Prestige.

„Die Brisanz eines Spitzenspiels haben sich beide Teams hart erarbeitet“, sagt THW-Coach Jan-Niklas Richter nicht ohne Stolz. Seine Jungzebras gehen als Ligaprimus ins ewig junge Nordderby mit dem Drittliga-Absteiger. „Wir sind zwar die Gejagten, aber nicht der Favorit. Es ist ein Spiel auf Augenhöhe.“ Dass beide Teams nicht punktgleich aufeinandertreffen, liegt an der HSG Eider Harde. Die entriss der SG II am vergangenen Spieltag beim 31:31 in der Schlussphase einen Vier-Tore-Vorsprung. Fast zeitgleich retteten sich die Zebras nur wenige Kilometer entfernt mit einem Last-Second-Tor zum 25:24-Auswärtssieg bei DHK Flensborg.

„Wenn wir das Tempo der SG drosseln und unseres komplett durchziehen können, stehen unsere Chancen gut“, prognostiziert Richter, der bis auf Rechtsaußen Ference Büchler (Schulter) alle Mann an Bord hat, jedoch auf Unterstützung aus der U19 verzichten muss. Eine Schlüsselrolle wird Routinier Lennart Gerke zufallen. Gerke soll als Abwehrchef den Innenblock formieren: „Der Innenblock muss im Zusammenspiel mit den Keepern Fynn Schröder und Leon Kirschner den Laden dicht machen. Den Rest entscheidet der Kopf“, sagt Richter.

In der Nordheide müssen die Krabben in der Oberliga der Frauen ran. Es geht zur Zweitvertretung des Zweitligisten HL Buchholz 08-Rosengarten. Die Handball-Luchse stehen als Fünfter einen Punkt und einen Platz besser da als die HSG Holstein Kiel/Kronshagen. „Zweite Mannschaften sind immer eine Wundertüte. Wenn da die jungen Wilden des Zweitligateams auflaufen, wird es ganz schwer. Aber unser Selbstvertrauen ist nach zwei Siegen in Serie gewachsen. Wir haben nichts dagegen dort zu punkten. Sollte es nicht so sein, geht die Welt am Sonntag jedoch nicht unter“, sagt Krabben-Coach Thorsten Möller. Frei von personellen Sorgen geht es Richtung Süden: „Wir müssen im Rückzugsverhalten hellwach sein, dürfen uns nicht überlaufen lassen“, fordert Möller.

Und auch der Suchsdorfer SV (7./7:9 Punkte) hat es in der Handball-SH-Liga der Frauen mit einer Zweitvertretung zu tun: Der ATSV Stockelsdorf II (8./5:11 Punkte) ist am Sonntag um 15 Uhr beim Aufsteiger zu Gast. „Teams, die hinter uns in der Tabelle liegen, wollen wir immer auf Distanz halten. Bei einem Heimspiel vorzugsweise mit einem Heimsieg“, sagt SSV-Coach Michael Schwarz und verweist auf zwei Heimsiege am Stück, die den Aufwärtstrend in der SSV-Halle untermauern.