U23 – Schlechte Erinnerung an den Kiez

Handball-Oberliga: THW II hat mit St. Pauli noch eine Hinspiel-Rechnung offen

Kiel. FC St. Pauli, da war doch was?! Im Hinspiel leistete sich der THW Kiel II in der Handball-Oberliga der Männer eine 23:28-Niederlage auf dem Kiez. Es war nach dem furiosen 14:0-Punkte-Start die erste Saisonniederlage. Am Sonnabend um 18 Uhr kommt der Tabellenachte aus der Hansestadt in die Helmut-Wriedt-Halle. Zeitgleich gastiert in der Oberliga der Frauen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen bei der SG Altona.

„Wir wollen Revanche. Die Scharte der Hinspielniederlage soll und muss unbedingt ausgewetzt werden“, sagt THW-Co-Trainer Bevan Calvert, der den krankgeschriebenen Coach Jan-Niklas Richter vorerst an der Seitenlinie vertreten wird. Doch die Jungzebras sind personell gebeutelt. Gerade bei den Rückraum-Rechtshändern wird es eng: Bei Kapitän Philipp Stiller brach in Fischbek eine alte Fingerverletzung wieder auf. Fabian Thal ist nach einer Herzmuskelentzündung noch nicht wieder einsatzfähig, und Lennart Gerke weilt im Skiurlaub. Personelle Anleihen sollen bei der spielfreien U 19 genommen werden. „Wir müssen gute Lösungen gegen deren starke 6:0-Abwehr finden. Das ist uns im Hinspiel nicht gelungen, da haben wir nicht klug reagiert“, erinnert sich Calvert und erklärt: „Ausrutscher dürfen wir uns nicht erlauben.“ Zumal der FC St. Pauli am Sonnabend sein drittes Spiel binnen sieben Tagen bestreitet und nach Niederlagen gegen die HSG Eider Harde (20:31) und den TSV Kronshagen (23:24) nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzen dürfte.

„Bei Altona müssen wir ohne Wenn und Aber gewinnen. Alles Andere wäre eine Enttäuschung und würde uns womöglich nochmal in Zugzwang im Kampf um den Klassenerhalt bringen“, sagt Krabben-Coach Thorsten Möller vor dem Gastspiel beim Tabellenschlusslicht SG Altona. Die HSG Holstein Kiel/Kronshagen plagen nach dem Final Four im HVSH-Pokal jedoch Verletzungssorgen: Selina Krolak fällt mit einer Kniereizung aus. Vannessa Kulka laboriert an einer Schulterverletzung, und Sophie Falge droht mit einer Bänderverletzung passen zu müssen. „Wir wollen den Schwung und das gute Gefühl aus den Duellen mit den Drittligisten beim Final Four mit in den Saisonendspurt nehmen, das kann uns tragen. Wenn es am Ende ein dreckiger Sieg mit einem Tor wird, kann ich damit jedoch auch leben“, erklärt Möller.

In der SH-Liga der Frauen empfängt am Sonnabend um 16.45 Uhr der Tabellenneunte TSV Lindewitt den Achten Suchsdorfer SV. „Wer gewinnt, hat erst einmal Ruhe. Wir wissen, was auf uns zukommt“, sagt SSV-Coach Michael Schwarz, der sich gemeinsam mit seinem Team den Lindewitter 29:28-Sieg beim HC Treia/Jübek ansah. Vor dem richtungsweisenden Duell reaktivierte Schwarz, der seinen Vertrag beim Aufsteiger um ein Jahr verlängerte, die ehemalige Drittligaspielerin Nina Reinecke, die eigentlich für den den Suchsdorfer SV III aufläuft. jpw