U23 – THW II in Hamburg unter Druck

Kiel. Die Krabben wollen auf dem Gaspedal bleiben: Nach dem 37:32-Heimsieg gegen den ATSV Stockelsdorf geht es für die HSG Holstein Kiel/Kronshagen (10.) in der Handball-Oberliga der Frauen bereits heute Abend um 20.30 Uhr beim SH-Liga-Meister und Tabellennachbarn TSV Alt Duvenstedt (9.) weiter. Bei den Männern muss der THW Kiel II ebenfalls reisen. Gastgeber ist am Sonnabend um 18 Uhr die SG Hamburg-Nord.

„Es wird ganz, ganz schwer. Duvenstedt ist heimstark, stellt eine körperlich robuste 6:0-Abwehr, aber Freitagabendspiele haben immer ihren eigenen Charakter“, sagt HolKro-Coach Thorsten Möller, der die Spielidee seines Teams erläutert: „Wir müssen uns viel bewegen, um sie in Bewegung zu bekommen. Dann haben wir eine Chance.“ Beim Sieg gegen Stockelsdorf stellten die Krabben ihre Torallergie ab: „Daran müssen wir anknüpfen. Der Ball muss ins Tor“, so Möller pragmatisch. Eine gute Nachricht: Abwehrchefin Caja Lübker kehrt nach abgesessener Zwei-Spiele-Sperre zurück. Dafür fehlt weiterhin Toptorschützin Selina Krolak. „Für sie kommt das Spiel vermutlich zu früh. Das müssen wir in einer wohl kampfbetonten Partie aber kompensieren, um den Abstand zu den Abstiegsrängen zu halten“, fordert Möller.

„Der Druck ist jetzt da. Wenn wir bis zum Schluss um die Meisterschaft kämpfen wollen, dürfen wir uns keine Fehlgriffe mehr erlauben“, sagt derweil THW II-Coach Jan-Niklas Richter nach der Heimpleite gegen die SG Wift. Vier Punkte beträgt der Rückstand zum Tabellenführer HSG Eider Harde. Der tat sich am letzten Spieltag schwer, gewann erst in der Schlusssekunde mit 32:31 gegen Kiels nächsten Gegner, die SG HH-Nord. „Das zeigt, wozu die SG im Stande ist. Wir müssen hochkonzentriert sein und unseren Matchplan über 60 Minuten durchziehen“, fordert Richter vor dem Gastspiel in der Hansestadt. Im Hinspiel mühten sich die Jungzebras in einer Abwehrschlacht zu einem 19:18-Sieg. Am Sonnabend muss Richter auf Rechtsaußen Ference Büchler (Fieber) verzichten. jpw