U23 – Wift scheitert an U 23-Zebras

Neumünster. Am zweiten Spieltag der Handball-Oberliga verlor Vorjahresvizemeister SG Wift Neumünster gegen den THW Kiel II mit 28:32. Während geschlossen starke Zebras aus sämtlichen Lagen trafen, scheiterten die Bären serienweise an Torhüter Leon Kirschner. Das Wolfsrudel vom TSV Altenholz und die Krabben des Lokalrivalen HSG Holstein Kiel kassierten sogar noch höhere Heimklatschen und betrieben keine Werbung für das Derby am 16. September.

Männer: SG Wift – THW Kiel II 28:32 (11:16)

Am verdienten Erfolg der Kieler Gäste mochten die Neumünsteraner Handballer nicht deuteln. Nur die Erklärungsversuche für die Gründe fielen etwas unterschiedlich aus. „Wir haben heute keine vernünftige Abwehr gestellt und sind lange Zeit nicht in unser Tempospiel gekommen“, machte Yannick Stock, einer der beiden Trainer der SG Wift, vor allem das zu passive Defensivverhalten für die 28:32 (11:16)-Heimniederlage im Oberliga-Derby gegen die Nachwuchsmannschaft des THW verantwortlich. Sein „Seniorpartner“ Michael Haß mochte die beiden Unparteiischen bei aller Kritik an der eigenen Leistung nicht von einer Teilschuld freisprechen. „Sie haben mit zweierlei Maß gemessen“, kritisierte Haß den „Welpenschutz“, den die junge THW-Mannschaft bei ihren Abwehraktionen genoss.

Auf schnellen Beinen und obwohl körperlich unterlegen mit mutigem Angriffsspiel verdienten sich die Hauptstädter aber den Derbysieg redlich. Eine starke Schlussviertelstunde reichte Wift nicht, die Partie zu drehen. „Trotz unserer Abwehrprobleme hatten wir genug Chancen, aber unsere Wurfausbeute war einfach zu schlecht“, erkannte Stock die Überlegenheit der Kieler an, die über weite Strecken routiniert aufspielten, in den letzten Minuten aber noch ins Schwimmen gerieten. gw

Wift: Hoffmann, Quednau – Schmidtke 4, Tietgen, Kadenbach 3, Lorenzen 6, Koslowski, Plöhn, Koslowski 6/4, Kreft 5, Bente, Haß 3, Haß 2/1, Fleischer

THW: Spach, Kirschner – Stiller, Thal 3, Calvert 3, Gerke, Bruse 9/5, Wäger 1, Böhm 2, Haack, Martin 5, Nielsen 1, Lüdtke 2, Glindemann 6.